Les Milles

Les Milles


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1994
Deutschland

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Im französischen Gefangenenlager Les Milles sind im Jahr 1940, kurz nach der deutschen Besetzung des französischen Nordens, 2000 deutsche Männer interniert, die vor dem Naziregime geflohen waren. Der Reserveoffizier und Lagerkommandant Perrochon spricht kein Deutsch und ist auch nicht sonderlich interessiert am Wohlergehen seiner Gefangenen. Als die Lagerinsassen aus Angst, die Franzosen könnten sie an die Deutschen ausliefern, von Perrochon Garantien verlangen, muss der Soldat sich zum ersten Mal mit der Situation seiner Gefangenen auseinandersetzen.

Fotos (1/7)
Stab und Cast
Format:
4:3 SD
Farbe:
Farbe
Sprache(n):
Deutsch
FSK:
16
Mehr zum Film
Handlung
9. Juni 1940 – Hitlers Truppen besetzen den Norden Frankreichs. In dem Internierungslager Les Milles in einem Vorort von Aix-en-Provence sind Angehörige des 1000jährigen Reiches untergebracht: Deutsche, Österreicher, Tschechen, Polen, Bulgaren, Männer im Alter zwischen 18 und 69, Juden, Kommunisten oder ganz einfach Oppositionelle, die vor dem Dritten Reich nach Frankreich geflohen waren. Perrochon ist der französische Kommandant des Lagers; er ist Reserveoffizier, ausgezeichnet mit dem „Croix de Guerre avec Double Palmes“, und spricht kein einziges Wort Deutsch. Er interessiert sich überhaupt nicht für das Wohlergehen seiner Gefangenen, die er genauso wie die Nationalsozialisten als Feinde ansieht. Die Lagerinsassen haben Angst, dass Frankreich sie den Deutschen ausliefern könnte. Zwei von ihnen, der Schriftsteller Lion Feuchtwanger und der Jurist Walter Franck verlangen von den Franzosen Garantien. Doch Perrochon verschließt sich diesem Anliegen. Er fürchtet eine Revolte im Lager und fordert aus Marseille Verstärkung an. Damit befindet er sich in einem Dilemma: Hat nicht Frankreich den Exilanten Asyl und Schutz versprochen, verlangt nicht die Ehre Frankreichs, dieses Versprechen zu halten?Schließlich überwindet sich Perrochon und beschafft unter Umgehung jeglicher Vorschriften für diejenigen, die den Nationalsozialisten unter keinen Umständen in die Arme fallen wollen, einen Eisenbahnzug. Dieser soll sie an die Antlantikküste nach Bayonne bringen, von wo aus sie über Casablanca fliehen können. Ein Cousin Perrochons ist bereit, die Flüchtlinge auf seinem Schiff mitzunehmen – allerdings nur innerhalb der nächsten 48 Stunden; die Zeit drängt. Während der Geisterzug das Lager verlässt, bricht dort das Chaos aus, als sich die Nachricht verbreitet, dass die Deutschen bereits vor den Toren stehen.Inzwischen wird Perrochon von seinem Cousin erpresst. Er bittet daraufhin einen jungen Journalisten um Hilfe, der wiederum den amerikanischen Konsul in Bordeaux informiert. Während dieser letzten Stunden, kurz vor dem Erreichen des Ziels, wird der Zug aufgehalten – die Verbindung zum Lager und zu Perrochon ist damit abgeschnitten, und Perrochon wird verhaftet.