Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien

Krieg, Frankreich/Deutschland 2005

Eindringliches Zeugnis über Russlands Krieg gegen Tschetschenien

Ich habe mir immer vorgestellt: Wenn du nach Hause kommst, holst du dir die Campingliege in den Garten und schläfst unterm Apfelbaum... Unter Äpfeln ... Jetzt hab ich Angst. Wenn wir nach Hause kommen, hat sich alles verändert: die Mode, die Musik, sogar die Straßen. Auch die Einstellung zum Krieg hat sich verändert. WIR WERDEN WEISSE RABEN SEIN ... Valeri Morosov, 20 Jahre, Mot-Schütze Keiner kehrt zurück, wie er ging. Kommt er zurück, ist er ein Fremder. Ein weißer Rabe unter den schwarzen. Das Fest ist fröhlich. Die Mütter verabschieden ihre Söhne. Im Zug wird getrunken und gelacht. Junge Gesichter: unschuldig und neugierig. Zurückkehren werden müde, zerschlissene Männer. Dazwischen liegen nur wenige Monate Krieg. Was ist mit Ihnen passiert? Die Gesellschaft hat sie ausgesandt. Vorgeblich zu ihrem Schutze. Sie kehren zurück mit ihren Erfahrungen, Narben und nicht verheilenden Wunden. Sie haben ihre Unschuld verloren. Die Mütter erkennen ihre Söhne nicht mehr, die Frauen nicht ihre Männer. Wie werden diese Fremden aufgenommen. Neun Jahre Krieg in Tschetschenien. Ein schmutziger, sinnloser Krieg. Ein Krieg des verletzten russischen Reiches. Ein Krieg, an dem viele verdienten. Ein Krieg, von dem auch im Westen keiner gerne sprach. Die Beziehung zu Russland ist wichtiger. Eines Tages bekam der Krieg ein neues Etikett: Kampf gegen den Terrorismus. Es klang gesund und gerecht.
93 Min.
HD
FSK 12
Sprache:
Russisch
Untertitel:
Englisch

Auszeichnungen

Grimme Award 2007 Bester Dokumentarfilm
Cinéma du Réel 2005 Bibliothekspreis

Weitere Informationen

Produktion:

Thomas Kufus

Originalsprache:

Deutsch

Weitere Titel:

Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien

Format:

16:9 HD, Farbe

Altersfreigabe:

FSK 12 (emotionale Belastung)

Sprache:

Russisch

Untertitel:

Englisch