Karl Valentin - Die Erbschaft

Komödie/Kurzfilm, Deutschland 1936

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Ein Gerichtsvollzieher ordnet bei einem finanziell notleidenden, älteren Ehepaar eine Pfändung an, weil sie ihre Miete nicht begleichen konnten. Kurz darauf erscheint ein Notar an der Wohnungstür und teilt den beiden mit, dass sie eine Schlafzimmereinrichtung geerbt haben. Das Paar schlägt dem Vermieter vor, die geerbten Möbel zur Begleichung der Mietrückstände zu verwenden. Da ihre eigenen Möbel kaum noch zu gebrauchen sind, zerlegen sie diese zu Brennholz. Doch die vermeintliche Erbschaft stellt sich als Kinderzimmermöbel heraus – alles viel zu klein für zwei Erwachsene. Zu allem Überfluss bemerkt der Notar dann noch, dass er sich in der Wohnung geirrt hat und nimmt die Möbel wieder mit. So bleibt das Ehepaar schließlich in einer komplett leeren Wohnung zurück. Hintergründiger und auch filmästhetisch bemerkenswerter Kurzfilm von Karl Valentin, der die ungeschminkte Realität armer Leute in Deutschland 1936 zeigt, im Dritten Reich wegen "Elendstendenzen" unterdrückt wurde und erst 40 Jahre später uraufgeführt wurde. (Lexikon des Internationalen Films) Der Film DIE ERBSCHAFT ist der einzige Tonfilm, den Karl Valentin allein nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten konnte. Ansonsten wurden entweder seine Bühnenszenen nachgefilmt oder er spielte als Schauspieler unter der Leitung anderer Regisseure, wie etwa Erich Engels.
20 Min.
HD
FSK 6
Sprache:
Deutsch

Weitere Informationen

Regie:

Jacob Geis

Drehbuch:

Jacob Geis

Kamera:

Josef Illig

Montage:

Gottlieb Madl

Besetzung:

Karl Valentin (Karl Meier)

Liesl Karlstadt (Frau Meier)

Justus Paris (Hausmeister)

Hans Kraft (Gerichtsvollzieher)

H. B. Benedikt (Notar)

Originaltitel:

Die Erbschaft

Originalsprache:

Deutsch

Format:

1,37:1 HD, S/W

Altersfreigabe:

FSK 6

Sprache:

Deutsch

Weiterführende Links:

IMDb

The Movie Database

Filmportal