Unzählige Filmpreise gab es für dieses ergreifende Drama von Berta Blasholli. Gelungen ist ihr eine unaufgeregte, aber unglaublich konzentrierte, gesellschaftspolitisch relevante Erzählung über weiblichen Selbstermächtigung:
Fahrijes Ehemann gilt seit dem Kriegsende im Jahr 1999 als vermisst – wie so viele Männer aus ihrem Dorf, irgendwo im Nirgendwo des Kosovo. Wäre diese schmerzhafte Ungewissheit nicht schon genug, hat die Familie auch finanzielle Sorgen. Als die Bienen, die sie züchten, kaum noch Honig geben, beschließt Fahrije (Yllka Gashi), den Führerschein zu machen und mit hausgemachtem Ajvar, einer Paprikapaste, Geld in der Stadt zu verdienen.
Die Produktion von Ajvar wird zum stillen Akt der Rebellion gegen die allgegenwärtige Erwartung, dass Witwen passiv bleiben müssen. Dementsprechend misstrauisch beobachtet die traditionelle patriarchalische Dorfgemeinschaft Fahrijes Tun und verurteilt offen ihre Bemühungen. Fahrije aber lässt sich nicht einschüchtern. Ihre Kooperative ermöglicht auch anderen Frauen, sich aus der Schockstarre und den Ohnmachtsgefühlen zu lösen und selbstbestimmt ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.
"In einer Gratwanderung zwischen sozialrealistischem Melodram und stilisiertem Happy End angelegte komplexe Charakterstudie einer willensstarken Frau. Still und zugleich kraftvoll erfasst der Film die allmähliche Heilung einer schwer traumatisierten Dorfgemeinschaft. - Sehenswert." (Lexikon des Internationalen Films)
Der Film ist dabei tief verwurzelt in der realen Geschichte des Massakers von Krusha e Madhe: 140 Männer wurden dort 1999 von serbischen Truppen ermordet, viele Leichen bis heute nicht gefunden. Die daraus entstandene Gemeinschaft von Frauen – einer der zentralen Bezugspunkte des Films – wird mit großer Sensibilität dargestellt, ebenso wie ihr kollektiver Versuch, Würde und Selbstbestimmung zurückzugewinnen.
Unzählige Filmpreise gab es für dieses ergreifende Drama von Berta Blasholli. Gelungen ist ihr eine unaufgeregte, aber unglaublich konzentrierte, gesellschaftspolitisch relevante Erzählung über weiblichen Selbstermächtigung:
Fahrijes Ehemann gilt seit dem Kriegsende im Jahr 1999 als vermisst – wie so viele Männer aus ihrem Dorf, irgendwo im Nirgendwo des Kosovo. Wäre diese schmerzhafte Ungewissheit nicht schon genug, hat die Familie auch finanzielle Sorgen. Als die Bienen, die sie züchten, kaum noch Honig geben, beschließt Fahrije (Yllka Gashi), den Führerschein zu machen und mit hausgemachtem Ajvar, einer Paprikapaste, Geld in der Stadt zu verdienen.
Die Produktion von Ajvar wird zum stillen Akt der Rebellion gegen die allgegenwärtige Erwartung, dass Witwen passiv bleiben müssen. Dementsprechend misstrauisch beobachtet die traditionelle patriarchalische Dorfgemeinschaft Fahrijes Tun und verurteilt offen ihre Bemühungen. Fahrije aber lässt sich nicht einschüchtern. Ihre Kooperative ermöglicht auch anderen Frauen, sich aus der Schockstarre und den Ohnmachtsgefühlen zu lösen und selbstbestimmt ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen.
"In einer Gratwanderung zwischen sozialrealistischem Melodram und stilisiertem Happy End angelegte komplexe Charakterstudie einer willensstarken Frau. Still und zugleich kraftvoll erfasst der Film die allmähliche Heilung einer schwer traumatisierten Dorfgemeinschaft. - Sehenswert." (Lexikon des Internationalen Films)
Der Film ist dabei tief verwurzelt in der realen Geschichte des Massakers von Krusha e Madhe: 140 Männer wurden dort 1999 von serbischen Truppen ermordet, viele Leichen bis heute nicht gefunden. Die daraus entstandene Gemeinschaft von Frauen – einer der zentralen Bezugspunkte des Films – wird mit großer Sensibilität dargestellt, ebenso wie ihr kollektiver Versuch, Würde und Selbstbestimmung zurückzugewinnen.