Kurz vor seinem Meisterwerk "Der dritte Mann" erschuf Carol Reed dieses gleichermaßen klug erzählte und kongenial fotografierte Noir-Drama
Nordirland: Johnny McQueen (James Mason), Anführer einer nordirischen Untergrundorganisation, wird bei einem Überfall auf eine Fabrik angeschossen und tötet einen Kassierer. Verwundet irrt er eine Nacht lang durch Belfast. Die Menschen, denen er begegnet, darunter ein Vogelhändler, ein Maler und ein Priester, wollen ihn verraten, benutzen oder retten. Nur Kathleen (Kathleen Ryan) hält zu ihm, und will ihn außer Landes schaffen...
Reed interessiert sich weniger für Politik als für Schuld, Gnade und Einsamkeit. Johnnys Fieberwahn wird zur Passionsgeschichte, die Stadt zum moralischen Labyrinth. Masons fast stumme Darstellung des Sterbenden gehört zu seinen besten Leistungen.
Mit expressionistischen Licht- und Schattenkompositionen (Kamera: Robert Krasker) verbindet der Film den poetischen Realismus eines Marcel Carné mit der Ästhetik des Film noir. Er gilt als Höhepunkt des britischen Nachkriegskinos und erhielt als erster Film den BAFTA als bester britischer Film. Zugleich bereitete er Reeds Meisterwerk "Der dritte Mann" (1949) vor.
"Die kluge dramaturgische Konzeption des Films wird durch die hervorragende Fotografie und einen überzeugenden Hauptdarsteller dicht und packend umgesetzt." (Lexikon des Internationalen Films)
Nordirland: Johnny McQueen (James Mason), Anführer einer nordirischen Untergrundorganisation, wird bei einem Überfall auf eine Fabrik angeschossen und tötet einen Kassierer. Verwundet irrt er eine Nacht lang durch Belfast. Die Menschen, denen er begegnet, darunter ein Vogelhändler, ein Maler und ein Priester, wollen ihn verraten, benutzen oder retten. Nur Kathleen (Kathleen Ryan) hält zu ihm, und will ihn außer Landes schaffen...
Reed interessiert sich weniger für Politik als für Schuld, Gnade und Einsamkeit. Johnnys Fieberwahn wird zur Passionsgeschichte, die Stadt zum moralischen Labyrinth. Masons fast stumme Darstellung des Sterbenden gehört zu seinen besten Leistungen.
Mit expressionistischen Licht- und Schattenkompositionen (Kamera: Robert Krasker) verbindet der Film den poetischen Realismus eines Marcel Carné mit der Ästhetik des Film noir. Er gilt als Höhepunkt des britischen Nachkriegskinos und erhielt als erster Film den BAFTA als bester britischer Film. Zugleich bereitete er Reeds Meisterwerk "Der dritte Mann" (1949) vor.
"Die kluge dramaturgische Konzeption des Films wird durch die hervorragende Fotografie und einen überzeugenden Hauptdarsteller dicht und packend umgesetzt." (Lexikon des Internationalen Films)