Gilt als eine der besten Literaturverfilmungen überhaupt: David Leans Dickens-Klassiker, ausgezeichnet mit zwei Oscars
Die Begegnung mit einem entflohenen Sträfling auf einem unheimlichen Friedhof stellt sich für den Waisenjungen Pip als Weggabelung des Lebens heraus. Aufgewachsen unter bescheidenen Bedingungen und vergeblich verliebt in die hübsche Estella (Valerie Hobson), erfährt Pip (John Mills) mit 19 Jahren, dass er einen heimlichen Förderer hat. Der will ihm in London die Erziehung zum Gentleman finanzieren. Pip hat die exzentrische Miss Havisham im Verdacht und wird langsam aber sicher zum Snob. Und tatsächlich beginnen sich seine einst unerreichbar scheinenden Träume nach und nach zu erfüllen...
David Leans Film gilt als eine der gelungensten Dickens-Verfilmungen überhaupt. Er verdichtet den umfangreichen Roman zu einer klaren, spannenden Erzählung und übersetzt Dickens’ Atmosphäre in eindringliche Bilder. Die Friedhofsszene zu Beginn und Miss Havishams verfallenes Haus mit der vermoderten Hochzeitstafel gehören zu den berühmtesten Momenten des britischen Kinos. Kamera und Ausstattung wurden mit Oscars ausgezeichnet. Das versöhnlichere Ende weicht allerdings von der Vorlage ab.
Filmgeschichtlich markiert der Film einen Höhepunkt des britischen Qualitätskinos der Nachkriegszeit und den Aufstieg David Leans. Er ließ mit „Oliver Twist“ (1948) eine weitere Dickens-Adaption folgen und erlangte später mit Epen wie „Lawrence von Arabien“ Weltruhm. Mit seiner expressiven Schwarzweißfotografie setzte „Geheimnisvolle Erbschaft“ Maßstäbe für spätere Literaturverfilmungen.
"Stimmungsvolle, bis in die kleinste Rolle exakt besetzte Verfilmung des Romans "Große Erwartungen" von Charles Dickens. Auch wenn die bezaubernde Poesie des ersten Teils nicht ganz durchgehalten ist, gehört der literarisch anspruchsvolle Film zu den besten Romanverfilmungen überhaupt. - Sehenswert" (Lexikon des Internationalen Films)
Die Begegnung mit einem entflohenen Sträfling auf einem unheimlichen Friedhof stellt sich für den Waisenjungen Pip als Weggabelung des Lebens heraus. Aufgewachsen unter bescheidenen Bedingungen und vergeblich verliebt in die hübsche Estella (Valerie Hobson), erfährt Pip (John Mills) mit 19 Jahren, dass er einen heimlichen Förderer hat. Der will ihm in London die Erziehung zum Gentleman finanzieren. Pip hat die exzentrische Miss Havisham im Verdacht und wird langsam aber sicher zum Snob. Und tatsächlich beginnen sich seine einst unerreichbar scheinenden Träume nach und nach zu erfüllen...
David Leans Film gilt als eine der gelungensten Dickens-Verfilmungen überhaupt. Er verdichtet den umfangreichen Roman zu einer klaren, spannenden Erzählung und übersetzt Dickens’ Atmosphäre in eindringliche Bilder. Die Friedhofsszene zu Beginn und Miss Havishams verfallenes Haus mit der vermoderten Hochzeitstafel gehören zu den berühmtesten Momenten des britischen Kinos. Kamera und Ausstattung wurden mit Oscars ausgezeichnet. Das versöhnlichere Ende weicht allerdings von der Vorlage ab.
Filmgeschichtlich markiert der Film einen Höhepunkt des britischen Qualitätskinos der Nachkriegszeit und den Aufstieg David Leans. Er ließ mit „Oliver Twist“ (1948) eine weitere Dickens-Adaption folgen und erlangte später mit Epen wie „Lawrence von Arabien“ Weltruhm. Mit seiner expressiven Schwarzweißfotografie setzte „Geheimnisvolle Erbschaft“ Maßstäbe für spätere Literaturverfilmungen.
"Stimmungsvolle, bis in die kleinste Rolle exakt besetzte Verfilmung des Romans "Große Erwartungen" von Charles Dickens. Auch wenn die bezaubernde Poesie des ersten Teils nicht ganz durchgehalten ist, gehört der literarisch anspruchsvolle Film zu den besten Romanverfilmungen überhaupt. - Sehenswert" (Lexikon des Internationalen Films)