Die junge College-Absolventin Jane (Julia Garner) hat einen Traum: Irgendwann will sie es als Filmproduzentin ganz nach oben schaffen. Da erscheint die Stelle als Junior-Assistentin eines mächtigen Unterhaltungsmoguls als das perfekte Karriere-Sprungbrett. Doch statt erste Showbiz-Erfahrungen zu sammeln, sind Janes Tage mit niederen Tätigkeiten angefüllt: Kaffee kochen, Kopierpapier wechseln, Anrufe entgegennehmen, Mittagessen oder Reisen organisieren, neue Mitarbeiterinnen begrüßen.
Je länger die junge Frau ihrer täglichen Routine folgt und dabei Zeugin des anstößigen Fehlverhalten ihres nie sichtbar werdenden Chefs wird, desto stärker dringt das Missbrauch begünstigende Machtgefälle in ihr Bewusstsein. Als sich Jane entscheidet, gegen die Missstände anzukämpfen, erkennt sie, wie tief diese im System verankert sind...
Regisseurin Kitty Green drehte mit "The Assistant" den ersten Film zur #MeToo-Debatte, dessen Parallelen zum Missbrauchsskandal um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein unübersehbar sind.
"'Ich hörte dieselbe Geschichte immer und immer wieder.' [so Regisseurin Kitty Green] Dass sich Menschen gefangen gefühlt hätten in einem System des Schweigens und des Sich-Weg-Duckens. Dass Assistentinnen, wie im Film gezeigt, die Kinder ihres Bosses betreuen mussten, während dieser Sex mit einer Mitarbeiterin hatte, oder dafür sorgen mussten, dass libidosteigernde Medikamente vorrätig waren." (Carolin Ströbele, auf: zeit.de)
Mit Julia Garner, die für ihre Rolle in der Serie "Ozark" einen Emmy errang, glückte Green ein großartiger Besetzungscoup. Ergreifend macht sie die schleichende Entmenschlichung am Arbeitsplatz spürbar - und "The Assistant" damit weit über die #MeToo-Thematik hinaus bedeutungsvoll. Dies nicht zuletzt, weil der Film die sexuelle Gewalt nie bebildert oder ausspricht, sondern es bei Andeutungen belässt.
Die junge College-Absolventin Jane (Julia Garner) hat einen Traum: Irgendwann will sie es als Filmproduzentin ganz nach oben schaffen. Da erscheint die Stelle als Junior-Assistentin eines mächtigen Unterhaltungsmoguls als das perfekte Karriere-Sprungbrett. Doch statt erste Showbiz-Erfahrungen zu sammeln, sind Janes Tage mit niederen Tätigkeiten angefüllt: Kaffee kochen, Kopierpapier wechseln, Anrufe entgegennehmen, Mittagessen oder Reisen organisieren, neue Mitarbeiterinnen begrüßen.
Je länger die junge Frau ihrer täglichen Routine folgt und dabei Zeugin des anstößigen Fehlverhalten ihres nie sichtbar werdenden Chefs wird, desto stärker dringt das Missbrauch begünstigende Machtgefälle in ihr Bewusstsein. Als sich Jane entscheidet, gegen die Missstände anzukämpfen, erkennt sie, wie tief diese im System verankert sind...
Regisseurin Kitty Green drehte mit "The Assistant" den ersten Film zur #MeToo-Debatte, dessen Parallelen zum Missbrauchsskandal um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein unübersehbar sind.
"'Ich hörte dieselbe Geschichte immer und immer wieder.' [so Regisseurin Kitty Green] Dass sich Menschen gefangen gefühlt hätten in einem System des Schweigens und des Sich-Weg-Duckens. Dass Assistentinnen, wie im Film gezeigt, die Kinder ihres Bosses betreuen mussten, während dieser Sex mit einer Mitarbeiterin hatte, oder dafür sorgen mussten, dass libidosteigernde Medikamente vorrätig waren." (Carolin Ströbele, auf: zeit.de)
Mit Julia Garner, die für ihre Rolle in der Serie "Ozark" einen Emmy errang, glückte Green ein großartiger Besetzungscoup. Ergreifend macht sie die schleichende Entmenschlichung am Arbeitsplatz spürbar - und "The Assistant" damit weit über die #MeToo-Thematik hinaus bedeutungsvoll. Dies nicht zuletzt, weil der Film die sexuelle Gewalt nie bebildert oder ausspricht, sondern es bei Andeutungen belässt.