Widerstand & Revolte

Aus dem Bestand der Deutschen Kinemathek: "Aufständisches" Kino

Eigentlich bevorzugt die menschliche Erziehung Disziplin und Gehorsam: Es gilt, sich anständig zu benehmen, nicht ungebührlich aufzufallen, nicht aus der Reihe zu tanzen. Doch wer kennt nicht das empörende Gefühl, ohnmächtig eine Ungerechtigkeit zu erleiden? In allen Epochen litt die Weltgesellschaft unter globaler Ungerechtigkeit, was zu Widerstand und Rebellion führte. Daraus ergaben sich grundlegende Fragen, etwa: Ändert Gegengewalt etwas an der erlittenen Gewalt? Der französische Philosoph und Soziologe Geoffroy de Lagasnerie betont die Notwendigkeit, wahrhaftig zu sein. „Denn wer schweigt, wegschaut, mitmarschiert, ja, der macht sich mitschuldig. Doch wie lernt man den Widerstand?“ Immer schon gingen Menschen aus Protest auf die Straße. Mitunter kam es zu politischen oder kulturellen Aufständen, die eine Gesellschaft in ihren Grundfesten erschütterten und mitunter zu weitreichenden Veränderungen angesichts von sozialer Erstarrung, Autorität oder rigider Moral führten. Häufig wurden Spiel- und Dokumentarfilme zu Chiffren für Emanzipation, Widerstand und Rebellion. Unsere Kollektion zeigt Beispiele aus dem Bestand der Deutschen Kinemathek in Berlin: seismografische Stimmungs- und Bestandsaufnahmen aus unterschiedlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
Watchlist