Medea am Set, Rassismus später: Ulrich Köhlers kluge, bitterkomische Satire über gut gemeintes Handeln und den Kulturbetrieb
Bei den turbulenten Dreharbeiten zu einer Medea-Verfilmung im Senegal flüchtet sich die deutsche Hauptdarsellerin Maja (Maren Eggert) in eine Affäre mit ihrem afrofranzösischem Co-Star Nourou (Jean-Christophe Folly). Monate später sehen sich die beiden bei der Premiere des Films in Berlin wieder. Alte Gefühle flammen auf. Doch ein rassistischer Vorfall belastet das Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als jeder versucht, das Richtige zu tun. Während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama.
Der Titel von Ulrich Köhlers Film verweist auf Quines Gedankenexperiment, nach dem sich die Bedeutung eines Wortes aus einer völlig fremden Sprache nicht allein aus Äußerung und Kontext erschließen lässt. Köhler, ein zentraler Vertreter der „Berliner Schule“, macht daraus eine scharfsinnige Satire über kulturelle Missverständnisse, Privilegien und die Selbstgerechtigkeit des Kulturbetriebs.
Bemerkenswert ist, dass sich Köhler dabei auch die eigene Rolle als Filmemacher befragt: Die Parallelen zu seinem in Afrika gedrehten Film „Schlafkrankheit“ sind deutlich erkennbar. Trotz seiner Vielschichtigkeit ist „Gavagai“ temporeich, oft sehr komisch und ausgesprochen pointiert.
"Ein so komplex verschachteltes wie humorvolles Meta-Drama über unreflektierte Privilegien und Stereotypisierung, das Vorbehalte gegenüber privilegierten Filmemachern selbstkritisch aufgreift. Dabei vollzieht der Film in seiner Offenheit und Doppelbödigkeit eine klare Trennlinie zu der in Ausschnitten zu sehenden verkopften „Medea“-Verfilmung." (Lexikon des Internationalen Films)
Bei den turbulenten Dreharbeiten zu einer Medea-Verfilmung im Senegal flüchtet sich die deutsche Hauptdarsellerin Maja (Maren Eggert) in eine Affäre mit ihrem afrofranzösischem Co-Star Nourou (Jean-Christophe Folly). Monate später sehen sich die beiden bei der Premiere des Films in Berlin wieder. Alte Gefühle flammen auf. Doch ein rassistischer Vorfall belastet das Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als jeder versucht, das Richtige zu tun. Während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, entfaltet sich ein zeitgenössisches Drama.
Der Titel von Ulrich Köhlers Film verweist auf Quines Gedankenexperiment, nach dem sich die Bedeutung eines Wortes aus einer völlig fremden Sprache nicht allein aus Äußerung und Kontext erschließen lässt. Köhler, ein zentraler Vertreter der „Berliner Schule“, macht daraus eine scharfsinnige Satire über kulturelle Missverständnisse, Privilegien und die Selbstgerechtigkeit des Kulturbetriebs.
Bemerkenswert ist, dass sich Köhler dabei auch die eigene Rolle als Filmemacher befragt: Die Parallelen zu seinem in Afrika gedrehten Film „Schlafkrankheit“ sind deutlich erkennbar. Trotz seiner Vielschichtigkeit ist „Gavagai“ temporeich, oft sehr komisch und ausgesprochen pointiert.
"Ein so komplex verschachteltes wie humorvolles Meta-Drama über unreflektierte Privilegien und Stereotypisierung, das Vorbehalte gegenüber privilegierten Filmemachern selbstkritisch aufgreift. Dabei vollzieht der Film in seiner Offenheit und Doppelbödigkeit eine klare Trennlinie zu der in Ausschnitten zu sehenden verkopften „Medea“-Verfilmung." (Lexikon des Internationalen Films)