Peaches - Sängerin, Performerin, herausragende Vertreterin der Elektroclash-Bewegung, Rebellin, Produzentin. Expliziter, sex-positiver Feminismus ist das Markenzeichen der am 11. November 1966 in Toronto geborenen Wahl-Berlinerin. Doch sie auf diesen auffälligsten Aspekt ihres Werkes zu reduzieren, würde ihr nicht gerecht. Der Dokumentarfilm von Philipp Fussenegger und Judy Landkammer erzählt von der Entwicklung der jungen Merrill Beth Nisker – so ihr bürgerliche Name - zur Persona namens Peaches. Die nicht zuletzt auch eine Art Gesamtkunstwerk ist.
Der Song „Fuck the pain away“ von ihrem Album „The Teaches of Peaches“ (veröffentlicht im Jahr 2000) war Peaches' erster internationaler Hit. Kurz darauf versuchte sie erstmals, als freiberufliche Musikerin in Berlin Fuß zu fassen - was erst in einem zweiten Anlauf gelang. Von dieser Stadt aus hat sie viel zum Aufbrechen von Genderklischees und einer Art sexueller Revolution 2.0 in Musik und Kunst beigetragen. Bis heute inspirieren Peaches' Shows Menschen jeden Alters, die Anstoß an gesellschaftlich vorgegebenen Zwängen nehmen.
Aufgrund ihrer Parodien von Gender-Stereotypen wurde Peaches am Beginn ihrer Karriere, um die Jahrtausendwende, zunächst als Ikone der queeren Szene gefeiert. Ihr Erfolg sprengte jedoch bald Milieu-Grenzen, was neben ihrem genreübergreifenden künstlerischen Ansatz vermutlich auch den vielfältigen Quellen geschuldet ist, auf die Peaches zurückgreifen kann. Da ist zum einen die Tatsache, dass sie einer jüdischen Familie mit galizisch-polnischer Migrationsgeschichte entstammt. Zum andere ist sie selbst bisexuell, wie sie 2015 in einem Interview mit dem Magazin "Attitude" offenlegte.
Der Weg der Merril Nisker in die Musik begann gänzlich unglamourös mit einem Studenten-Aushilfsjob in einem YMCA-Kindergarten. Dabei habe sie beobachtet, wie leicht sich die kindliche Aufmerksamkeit durch Musik fesseln lässt. Diese Erkenntnis wird für die junge Merill zur Grundlage ihres ersten Berufes, Lehrerin für Musik- und Theater. Eine Arbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten konnte - und die ihre ersten Schritte als Bühnenmusikerin finanzierte.
TEACHES OF PEACHES verfolgt Peaches‘ Werdegang nach und gibt Einblick in die Probenprozesse ihrer legendären Shows. Der Film stützt sich außerdem auf Interviews aus allen Zeitabschnitten ihrer Karriere, auf unveröffentlichtes Archivmaterial aus Peaches' Privatbesitz sowie auf Interviews mit ihr selbst und mit engen Weggefährten. Darunter die ebenfalls aus Kanada stammenden Musiker-Kollegen Chilly Gonzales und Leslie Feist - Peaches' langjährige musikalische Partnerin.
***
Im Februar 2026 erschien nach 10jähriger Pause ein neues Peaches-Album. Schon der Titel "No Lube So Rude“ und erst recht die dazu veröffentlichten (Bewegt-)Bilder beweisen einmal mehr: Diese Frau, die zu den spannendsten Künstlerinnen ihrer Generation zählt, beabsichtigt auch in ihrem 60. Lebensjahr nicht, brav oder gefällig zu werden. Ab April 2026 ist sie auf Welttournee.
Peaches - Sängerin, Performerin, herausragende Vertreterin der Elektroclash-Bewegung, Rebellin, Produzentin. Expliziter, sex-positiver Feminismus ist das Markenzeichen der am 11. November 1966 in Toronto geborenen Wahl-Berlinerin. Doch sie auf diesen auffälligsten Aspekt ihres Werkes zu reduzieren, würde ihr nicht gerecht. Der Dokumentarfilm von Philipp Fussenegger und Judy Landkammer erzählt von der Entwicklung der jungen Merrill Beth Nisker – so ihr bürgerliche Name - zur Persona namens Peaches. Die nicht zuletzt auch eine Art Gesamtkunstwerk ist.
Der Song „Fuck the pain away“ von ihrem Album „The Teaches of Peaches“ (veröffentlicht im Jahr 2000) war Peaches' erster internationaler Hit. Kurz darauf versuchte sie erstmals, als freiberufliche Musikerin in Berlin Fuß zu fassen - was erst in einem zweiten Anlauf gelang. Von dieser Stadt aus hat sie viel zum Aufbrechen von Genderklischees und einer Art sexueller Revolution 2.0 in Musik und Kunst beigetragen. Bis heute inspirieren Peaches' Shows Menschen jeden Alters, die Anstoß an gesellschaftlich vorgegebenen Zwängen nehmen.
Aufgrund ihrer Parodien von Gender-Stereotypen wurde Peaches am Beginn ihrer Karriere, um die Jahrtausendwende, zunächst als Ikone der queeren Szene gefeiert. Ihr Erfolg sprengte jedoch bald Milieu-Grenzen, was neben ihrem genreübergreifenden künstlerischen Ansatz vermutlich auch den vielfältigen Quellen geschuldet ist, auf die Peaches zurückgreifen kann. Da ist zum einen die Tatsache, dass sie einer jüdischen Familie mit galizisch-polnischer Migrationsgeschichte entstammt. Zum andere ist sie selbst bisexuell, wie sie 2015 in einem Interview mit dem Magazin "Attitude" offenlegte.
Der Weg der Merril Nisker in die Musik begann gänzlich unglamourös mit einem Studenten-Aushilfsjob in einem YMCA-Kindergarten. Dabei habe sie beobachtet, wie leicht sich die kindliche Aufmerksamkeit durch Musik fesseln lässt. Diese Erkenntnis wird für die junge Merill zur Grundlage ihres ersten Berufes, Lehrerin für Musik- und Theater. Eine Arbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten konnte - und die ihre ersten Schritte als Bühnenmusikerin finanzierte.
TEACHES OF PEACHES verfolgt Peaches‘ Werdegang nach und gibt Einblick in die Probenprozesse ihrer legendären Shows. Der Film stützt sich außerdem auf Interviews aus allen Zeitabschnitten ihrer Karriere, auf unveröffentlichtes Archivmaterial aus Peaches' Privatbesitz sowie auf Interviews mit ihr selbst und mit engen Weggefährten. Darunter die ebenfalls aus Kanada stammenden Musiker-Kollegen Chilly Gonzales und Leslie Feist - Peaches' langjährige musikalische Partnerin.
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Im Februar 2026 erschien nach 10jähriger Pause ein neues Peaches-Album. Schon der Titel "No Lube So Rude“ und erst recht die dazu veröffentlichten (Bewegt-)Bilder beweisen einmal mehr: Diese Frau, die zu den spannendsten Künstlerinnen ihrer Generation zählt, beabsichtigt auch in ihrem 60. Lebensjahr nicht, brav oder gefällig zu werden. Ab April 2026 ist sie auf Welttournee.