Seit dem Jahr 2021 sind Bibliotheken in den USA mit einer Kampagne zur Säuberung ihrer Bestände konfrontiert. Die Organisation „Moms for Liberty,“ im Schulterschluss mit einigen Politikern der republikanischen Partei sowie Aktivisten des rechten und evangelikal-nationalistischen Spektrums berufen sich auf Elternrechte und den Schutz Minderjähriger, um bestimmte Bücher aus Bibliotheken zu verbannen, zu denen Minderjährige Zutritt haben. Im Fokus stehen vor allem Titel zu Sexualerziehung, Geschlechtsidentität und Rassismus. Besonders betroffen sind Schulbibliotheken.
Bücher über Sexualkunde und LGBTQ+ werden von den Aktivist*innen von "Moms for Liberty" und ihrem Umfeld dabei als pornografisch oder obszön bezeichnet. Publikationen zu Hautfarbe, ethnischer Herkunft und Rassismus sind dem Vorwurf ausgesetzt, die Heimatliebe der Kinder zu untergraben.
Der Film von Kim A. Snyder porträtiert Bibliothekarinnen, die sich den Zensurbestrebungen entgegenstellen. Ihr Einsatz für das in den USA verfassungsmäßig verbriefte Recht auf freien Zugang zu Wissen führt dazu, dass sie persönliche Anfeindungen und Drohungen erleben. Nicht wenige verlieren ihre Arbeit dafür, dass sie alles daransetzen, ihre professionellen und ethischen Standards von Informationsfreiheit und Vielfalt aufrecht zu erhalten. Mancherorts befürchten Bibliothekarinnen sogar, dass sie für angebliches Verbreiten von Pornografie an Minderjährige und andere Verletzungen des Kinder- und Jugendschutzes strafrechtlich vor Gericht gebracht werden.
THE LIBRARIANS verknüpft dokumentarische Sequenzen mit historischem und aktuellem Archivmaterial, darunter auch eine Verfilmung des Anti-Zensur-Klassikers "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury.
Der Film ordnet die Ereignisse in einen größeren gesellschaftlichen Kontext ein und zeigt, wie gut organisierte Lobbygruppen ihre Zensurabsichten mit nahezu allen Mitteln vorantreiben - und wer sie dabei finanziell und politisch unterstützt. Ihr Ziel ist dabei nichts weniger als ein grundlegender Umbau der Gesellschaft.
Die Geschichte der porträtierten Bibliothekarinnen zeigt, dass in der gegenwärtigen Atmosphäre stark polarisierter Wertvorstellungen auch in einer Demokratie mit 250jähriger Geschichte die Verteidigung von Freiheitsrechten für alle kein Selbstläufer ist.
Seit dem Jahr 2021 sind Bibliotheken in den USA mit einer Kampagne zur Säuberung ihrer Bestände konfrontiert. Die Organisation „Moms for Liberty,“ im Schulterschluss mit einigen Politikern der republikanischen Partei sowie Aktivisten des rechten und evangelikal-nationalistischen Spektrums berufen sich auf Elternrechte und den Schutz Minderjähriger, um bestimmte Bücher aus Bibliotheken zu verbannen, zu denen Minderjährige Zutritt haben. Im Fokus stehen vor allem Titel zu Sexualerziehung, Geschlechtsidentität und Rassismus. Besonders betroffen sind Schulbibliotheken.
Bücher über Sexualkunde und LGBTQ+ werden von den Aktivist*innen von "Moms for Liberty" und ihrem Umfeld dabei als pornografisch oder obszön bezeichnet. Publikationen zu Hautfarbe, ethnischer Herkunft und Rassismus sind dem Vorwurf ausgesetzt, die Heimatliebe der Kinder zu untergraben.
Der Film von Kim A. Snyder porträtiert Bibliothekarinnen, die sich den Zensurbestrebungen entgegenstellen. Ihr Einsatz für das in den USA verfassungsmäßig verbriefte Recht auf freien Zugang zu Wissen führt dazu, dass sie persönliche Anfeindungen und Drohungen erleben. Nicht wenige verlieren ihre Arbeit dafür, dass sie alles daransetzen, ihre professionellen und ethischen Standards von Informationsfreiheit und Vielfalt aufrecht zu erhalten. Mancherorts befürchten Bibliothekarinnen sogar, dass sie für angebliches Verbreiten von Pornografie an Minderjährige und andere Verletzungen des Kinder- und Jugendschutzes strafrechtlich vor Gericht gebracht werden.
THE LIBRARIANS verknüpft dokumentarische Sequenzen mit historischem und aktuellem Archivmaterial, darunter auch eine Verfilmung des Anti-Zensur-Klassikers "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury.
Der Film ordnet die Ereignisse in einen größeren gesellschaftlichen Kontext ein und zeigt, wie gut organisierte Lobbygruppen ihre Zensurabsichten mit nahezu allen Mitteln vorantreiben - und wer sie dabei finanziell und politisch unterstützt. Ihr Ziel ist dabei nichts weniger als ein grundlegender Umbau der Gesellschaft.
Die Geschichte der porträtierten Bibliothekarinnen zeigt, dass in der gegenwärtigen Atmosphäre stark polarisierter Wertvorstellungen auch in einer Demokratie mit 250jähriger Geschichte die Verteidigung von Freiheitsrechten für alle kein Selbstläufer ist.